Infos zur Verordnung

REHABILITATIONSSPORT-Gesetzliche Grundlage

Bestehen körperliche, geistige oder seelische Funktionsbeeinträchtigungen, hat der Gesetzgeber festgelegt [§ 43 SGB V in Verbindung mit § 44 SGB IX], dass die Krankenkassen und Rentenversicherungsträger [BfA, LVA] Sport & Training als sog. Ergänzende Leistungen zur Rehabilitation unterstützen müssen.

Seit 1. Juli 2001 haben die Versicherten hierauf sogar einen Rechtsanspruch!
Rehabilitationssport wirkt mit Mitteln des Sports, um insbesondere Ausdauer, Koordination, Flexibilität und Kraft zu stärken, um somit den Erfolg vorangegangener oder begleitender, z.B. physiotherapeutischer, Maßnahmen zu steigern. Durch die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit wird der Krankheitsverlauf günstig beeinflusst.

Kostenbeteiligung der Krankenkassen
Um sicherzustellen, dass Rehabilitationssport/Funktionstraining nach einheitlichen Grundsätzen ablaufen, wurde 2003 die Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining verabschiedet. Darin ist u.a. festgelegt, dass die Kostenbeteiligung der Krankenkassen an solch einer langfristigen Sport- und Trainingstherapie davon abhängig ist, dass die Gruppen von einem gemeinnützigen Gesundheitssportverein angeboten werden und dass die Qualität der Kurse vom Behindertensportverband überprüft und zertifiziert wird.

Die Gruppenangebote des Reha- u. Gesundheitssport Schwelm e.V., wie Gymnastik mit und ohne Gerät, Wirbelsäulengymnastik, Herzsport und Wassergymnastik sind vom Behinderten-Sportverband NRW als Rehabilitationssport zertifiziert und entsprechen damit den Förderkriterien der Kostenträger.


Rehabilitationssportgruppen kann nur ein gemeinnütziger Gesundheitssportverein anbieten. Die Gruppenangebote des Reha- und Gesundheitssport Schwelm e.V.:


Procedere


Zunächst ist die Genehmigung der entsprechenden Krankenkasse zur Durchführung des Rehabilitationssports erforderlich. Bestehen auf Grund einer Diagnose Funktions- und Belastungseinschränkungen und gibt es keine Gegenanzeigen für Sport und Training, können 50 Übungseinheiten Rehabilitationssport verordnet werden.
Siehe auch: [Verordungsbeispiele]

In der Regel nehmen die Patienten 2 x wöchentlich an den Gruppenangeboten teil, so dass die gesamte Maßnahme etwa sieben bis acht Monate dauert. Bevor unter der zentralen Telefonnummer 02336-9373-0 der Termin für den Eingangscheck vereinbart wird, muss der Patient noch die Genehmigung bei der Krankenkasse einholen.

Grundsätzlich sind weitere Verordnungen in unmittelbarem Anschluß an die Erstverordnung oder an einem späteren Zeitpunkt möglich, wenn sie im Einzelfall notwendig, geeignet und wirtschaftlich sind.


Rehabilitationssport kann grundsätzlich bei jeder Beeinträchtigung von körperlichen Funktionen, die dazu führen, dass der Patient nicht mehr uneingeschränkt am täglichen Leben teilhaben kann, in Betracht kommen. So ist er z.B. gerade für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen besonders sinnvoll. Rehabilitationssport dient aber auch als Hilfe zur Selbsthilfe, insbesondere um die Verantwortlichkeit für die eigene Gesundheit und die Motivation zu einem regelmäßigen Bewegungstraining zu fördern.